Obstgarten

Raus in den Garten. Der Zeitpunkt ist reif für die guten Früchte von den historisch alten Obstbaumsorten. Den unvergleichlich außergewöhnlichen Geschmack der eigenen Äpfel, Birnen, Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen, Nektarinen, Quitten, Kiwi, Mirabellen und Mispel genießen.

Rhabarber zählt eigentlich zu den Gemüsesorten und doch ist es das erste „Obst“ im Frühjahr bevor die Beeren den Sommer, die Sonne und die wohlige Wärme präsentieren.  

Die rot leuchtenden Erdbeeren machen den Anfang und dann geht es Schlag auf Schlag. Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Apfelbeeren, Brombeeren und letztendlich  die Weintrauben laden mit ihren wunderbaren knackigen süßen Geschmack zum Naschen ein.

Der Obstgarten versorgt das ganze Jahr über mit vielen frischen wohlschmeckenden Früchten, die ein Optimum an Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen und sekundäre Pflanzenstoffen liefern.  Alles zum richtigen Zeitpunkt und in der besten Zusammensetzung für den Körper.

Was gibt es schöneres als dass Obst stets zur richtigen Reifezeit zu ernten? Vollmundig und in seiner ganzen Genussreife. Gelagert wie früher, kühl und feucht, bei ca. 4° C und nicht in Stickstoff-Begasungskühlräumen - wie es heutzutage üblich ist.   

Das ist Lebensfreude pur. Vor allem wenn im Herbst die knackigen Walnüsse und Haselnüsse sich noch mit dazugesellen.

Das i-Tüpfelchen ist das Wildobst. Seit Jahrhunderten sind die ursprünglichen Früchte wie Eberesche, Felsenbirne, Holunder, Hundsrosen, Sanddorn, Schlehe und Weißdorn in Bauerngärten zu finden. So werden neben den Früchten auch noch Blüten, Blätter, Rinde und Wurzeln in der Volksheilkunde und für homöopathische oder pharmazeutische Zwecke genutzt. Zudem bieten sie zahlreichen Singvogelarten Nahrungs- bzw. Nistmöglichkeit, einer Vielzahl von Insekten und Käfern Unterschlupf und dienen als gute Bienenweiden.

Ja, und wie düngen wir das Ganze?

Naturnah: Gedüngt wird der Obstgarten mit der Mahd des Grases - das verbleibt am Standort, von Zeit zu Zeit wird der Boden gekalkt und hin und wieder gibt es bisschen frischen Pferde- und abgelagerten Hühnermist.

Denn Nährstoffe braucht nicht nur der Mensch, sondern auch der Boden. Auch hier gilt. Alles so natürlich wie möglich und der Regenwurm freut sich auch noch :-)