Hühner

Natürliche Hühnerhaltung

Unsere Hühner suchen unter den Büschen, entdecken aufgeregt ein paar Ameiseneier, einen vorwitzigen Regenwurm und laufen dir zwischen den Füßen, wenn du den Garten umgräbst, um ja jeden noch so kleinen Leckerbissen zu erhaschen.

Wenn es gerade nichts Interessantes gibt wird zwischendurch im Stall vorbeigeschaut, denn hier warten die guten Weizenkörner. Das frische Wasser steht gleich nebenan und rinnt beim Heben des Köpfchens die Kehle herunter um den Durst zu löschen und Erfrischung zu geben.

Nach vielem Suchen wird geruht und ein wunderbares Sand-, oder Erdkuhlen-"Bad" in der Sonne genommen. Die Federn werden geputzt, geschüttelt, eingefettet und alles am Körper sauber und ordentlich gehalten.

Die Hühner haben ihren Platz am Haus und in dem lebendigen Miteinander. Was gibt es Schöneres als sich naturgerecht im eigenen Rhythmus zu entwickeln, langsam zu wachsen und Futter aus dem eigenen Garten, dem Dorf und der Umgebung zu genießen?

Dieses Jahr beginnt im Frühjahr eine Henne zu brüten. Die gute „Hanna“ sitzt 21 Tage auf ihren Eiern, geht nur einmal täglich aus dem Stall um ein paar Körner aufzunehmen, etwas Wasser zu trinken und abzukoten.

Interessant ist: bevor die Kleinen schlüpfen nehmen sie durch leises Piepsen Kontakt untereinander und mit der Mutter auf, um einen möglichst gleichzeitigen Schlupf aller Küken zu fördern.

Einen Tag später ist Hanna mit ihrem Nachwuchs draußen. Die Federn sind bereits wunderbar flauschig und alle nehmen gerne das Futter an. Es gibt Küken-Trocken-Grütze, frisch geschrotet: Hirse, Mais, Hafer und Weizen, dazu frisches Wasser, ein wenig Muschelkalk, frisches Grün von der Wiese und die Drohnenbrut aus dem Sonnenwachsschmelzer.

Das Futter tut den Küken gut und der Mutter auch. Ganz erschöpft sitzt sie die ersten beiden Tage vor dem Futter. Sie steht kaum auf. Ihr Kamm ist fast weiß von dem wenigen Fressen der letzten Wochen. Doch sie regeneriert sich und nach einigen Tagen gesundem Futter, Sonnenwärme und Licht beginnt der Kamm sich wieder rot zu färben und das gute Mädel bekommt wieder Kraft.

Die Glucke ist sehr liebevoll und voller Ausdauer mit ihrem Nachwuchs. Sie lockt mit einem gluckenden Ruf ihre Schützlinge und zeigt an, welche Nahrung für sie jetzt am besten ist. Sie hebt ihr Gefieder und bietet den Sprösslingen Unterschlupf und Wärme.

Die nächste Generation ist da und der Kreislauf beginnt. In knapp einem Jahr beginnen die Hennen die ersten Eier zu legen und die Hähne werden wunderbar schmecken.

Eine runde Sache …