November Rezept

Das Allerseelenbrot - Gebildbrot

 

Zutaten:

500 g Vollkornmehl
500 ml Wasser oder Milch
1 Hefe
2 Eier
100 g Honig
100 g Butter
Prise Salz

 

Zubereitung:

Alle Zutaten müssen handwarm sein.

Vollkornmehl in Schüssel geben, Hefe in der Mitte des Mehles zerbröckeln, Honig, lauwarmes Wasser oder Milch und zerlassene, lauwarme Butter mi t dem Salz dazugeben und den Teig tüchtig kneten.

An warmer Stelle zugedeckt 30 Min gehen lassen.

Anschließend den Teig in 3 kleine und ein großes Stück teilen. Die Stücke jeweils zu einer länglichen Wurst ausrollen. In der Mitte die Wurst knicken und die beiden Stränge übereinanderschlagen und so flechten.

Die geflochtenen Gebildbrote noch einmal 20 Minuten gehen lassen und anschließend im BACKROHR bei 220°C für ca. 35 Min backen.

 
Tradition:
 

An bestimmten germanischen Feiertagen wurde das Brot  in verschiedene Sinnbilder oder Gestalten geformt und hatte somit eine vermehrte Bedeutung.

Die Kirche hat das heilige Brot der Germanen übernommen und es in das Vater Unser genauso mit eingebunden wie beispielsweise in bei der Eucharistie, hier wird der Leib Christi durch das Brot dargestellt und auch zu Allerheiligen gibt es das Allerseelenbrot um nur einige Beispiele zu nennen.

Bei den Germanen ist die Ehrfurcht vor dem heiligen Brot zeitgleich auch die Ehrfurcht vor den Gesetzen des Lebens.

Daher wurde auch das Getreide immer frisch gemahlen um es zu verwenden. Unsere Urahnen kannten kein Weißmehl und sie hätten dieses auch nie verwendet. Weißmehl ist totes Industriemehl und frisch gemahlenes Vollkornmehl ist lebendiges Mehl für ein lebendiges Mahl.

 

Der Umgang mit dem Allerseelenbrot:

Zu Allerseelen wird das Gebildbrot gesegnet und an alle Familienmitglieder beim gemeinsamen Essen verteilt.

Man kann auch zu Allerseelen eine Seelenbrezel flechten. Diese bekamen die Kinder vom "Däfdotle" bis in die Zeit um den 1. Weltkrieg von ihrem "Firmdotle" (Firmpatin) geschenkt.

Doch es wurde nicht nur verschenkt oder gegegessen. Das Gebildbrot wird nach der Segnung und in der Nacht vor Allerheiligen auf das Grab gelegt und ein Allerseelenlämpchen aus farbigem roten Glas und einer angezündeten Kerze dazugestellt. Da die Seelen der Verstorbenen in der Nacht von Allerheiligen auf Allerseelen an den Ort des irdischen Wirkens zurückkehren, freuen sie sich über die bereitgestellten Speisen. Nun können sich die Seelen laben und wärmen.

Doch nicht nur an den Grabstätten, auch daheim gedachte man einst den Toten: Speis (Gebildebrot) und Trank (Milch) blieben auf dem Tisch oder im Herrgottswinkel für die Verstorbenen stehen und dazu wurden brennende Kerzen platziert.
 

 

Woher kommen unsere Zutaten?:

Das Getreide dazu kommt aus dem Dorf. Der Honig stammt aus der NaturHeilGarten-Imkerei. Die Eier legen die wunderbaren Hühner, die im Naturheilgarten wohnen und das Wasser ist gutes Granderwasser.

 

 

Einen guten Genuß und viel Spaß beim Nachkochen.

Gedenken wir allen an diesen wunderbaren traditionellen Tag …