Fastenzeit

Die Tradition des Fastens ist wortwörtlich uralt. Schon die Steinzeitmenschen fasteten, da sie oft tagelang brauchten, um wieder etwas Essbares zu finden. Mit der Zivilisierung übernahmen die Religionen das Wissen und erschufen Fastenzeiten. Auch Jesus empfahl Kranken die „Gesetze des Lebens“ zu beachten und empfahl … zieht euch zurück, erneuert euch und fastet. (Das Friedens-Evangelium der Essener)

So entstanden in unserer Kultur traditionelle Fastenzeiten. Einige wichtige sind: Das so genannte Adventsfasten, das findet vor Weihnachten statt. Das Freitagsfasten, das jeden Freitag eingelegt wird und das Frühjahrsfasten. Selbstverständlich kann auch zu jeder anderen Zeit gefastet werden.

Das Frühjahrsfasten ist der 40-tägige Zeitraum des Fastens bis Ostern. Dieser beginnt am Aschermittwoch, dauert 6 Wochen und geht bis Palmsonntag.

Das Fasten zum Beginn des Jahres ist ein richtiger Frühjahrsputz für den Körper. Die Frische des Frühjahrs wird mit dem Fasten kombiniert, Körper und Geist entrümpelt und der Stoffwechsel neu ausgerichtet. Eine oder mehrere Fastenwochen helfen, inne zu halten und aufzuräumen. Sowohl Körper, Geist und Seele reagieren und werden mit einem umfassenden Entgiftungsprogramm wieder neu justiert.

Das Wichtigste ist die gründliche Darmreinigung. Die komplette Entleerung des Darmes signalisiert dem Körper, dass er ab sofort auf seine Reserven zurückgreifen muss. Das aus Urzeiten in uns gespeicherte Programm, das bei Hungersnöten das Überleben sicherte, sorgt dafür, dass umgehend die Produktion der Verdauungssäfte zurückgefahren wird.

Das Fasten beginnt mit einer Entlastungswoche, in denen auf Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Zucker, Kaffee, Alkohol, Sojaprodukte und Weißmehl komplett verzichtet wird. Das sind alles säureproduzierende Lebensmittel, die den Körper belasten.

Nach der Entlastungswoche beginnt das eigentliche Fasten. Dann stehen nur noch Wasser, verdünnte frische Fruchtsäfte, Kräutertee und frische Gemüsebrühe auf dem Speiseplan und ein täglicher Darmeinlauf bis zu dem Tag, an dem komplett klares Wasser ausgeschieden wird.

Was passiert nun im Körper?
Beim Fasten werden zuerst die Reste von Zuckervorräten verbraucht, danach schaltet der Stoffwechsel auf die Eigensynthese von Kohlehydraten. Dafür kann er auf körpereigenes Eiweiß und Fettdepots zurückgreifen.

Jetzt entstehen beim Eiweiß- und Fettabbau Stoffe, die der Körper loswerden muss. Die Ausscheidungsorgane wie

-          Leber

-          Niere

-          Lymphsystem

-          Haut

arbeiten auf Hochtouren, das große „Putzen“ beginnt. Deshalb sollten basische Kräutermischungen für die Entgiftungsorgane genommen werden, um den Impuls zu verstärken zu arbeiten, die Entgiftung zu beschleunigen, Säuren abzupuffern und der Körper erhält mit den Kräutern Mineralstoffe.

Um über die Haut die freigesetzten Schlacken besser abtransportieren zu können sollte der Fastende täglich den Körper der frischen Luft aussetzen, Sonnenlicht tanken, im Natursee schwimmen (oder Duschen, Baden) und moderates Wandern ausüben.

Mit dem Fasten entsteht so ein neues Körpergefühl. Ab dem dritten Tag kommt die Entspannung. Der Kopf wird frei, Energie wird freigesetzt und die Ideen fangen an zu sprühen. Auch kann sich das eigene Körpergefühl sehr stark intensivieren und die eigenen Bedürfnisse werden oft jetzt erst wirklich gespürt. Manche fangen sogar an, wieder besser zu hören, zu sehen, werden sensibler und entdecken oft auch die sanfte Seite in sich selbst.

Noch ein Wort zum Schluss.

Nach dem Fasten sollte gezielt aufgebaut werden und bei der weiteren Ernährung auf Weißmehl und Zucker komplett verzichtet werden. Viel Rohkost essen und mit sanften Sport einen Ausgleich zum Alltag erfahren. Menschen mit Hautproblemen, Übergewicht, Rückenschmerzen, Fuß- und Knieproblemen können da so manch wahre Wunder erleben.

Wer gerne ein geführtes Fasten erleben möchte oder sich einmal eine Auszeit gönnen will: ich biete komplette Fastenwochen mit gesunder Luft im Allgäu, Schwimmen im hauseigenen Weiher, schönen Wanderwegen und viel frischem Obst und Gemüse an. Ich freue mich auf Sie.