Großmütter

  

... kehren zurück. 

Es wird seit Jahrhunderten vorhergesagt, dass sich laut den Prophezeiungen die Großmütter versammeln.  Sie lehren, ein Leben im Gleichgewicht zu führen.

 

Großmütter sind weise kräuterkundige Frauen.  

Sie machen stets Flurumgänge und Wissen um Bräuche und Zeremonien in Wäldern und Hainen, an Bäumen, Steinen, Quellen und Kreuzwegen. Sie Räuchern und feiern Jahreskreisfeste. Sagen und singen bedeutungsvolle kraftvolle Worte und Lieder. Können aus dem Verhalten von Tieren, Rauch und Kerzen Wahrsagen und Weissagen. Reden mit den Ahnen und ehren die Verstorbenen. Haben die Fähigkeit Träume zu deuten. Sind für neues Leben und für den Tod da, helfen Schwangeren und Gebärenden genauso wie Sterbenden beim Hinübergehen.

Sie beherrschen einerseits die Wichtigkeit von Zeiten strengen Fastens, Schwitzbädern und vollkommener Abstinenz und Enthaltsamkeit. Andererseits wissen sie um den sinnenfrohen Umgang zwischen den Geschlechtern mit fröhlichen Festen, Tänzen und Liebeslauben.

Großmütter sorgen sich um das Heilwerden, Wiederherstellung der inneren wie in der äußeren Natur. Berühren, pflegen und kümmern sich um die Wiederbevölkerung beseelter Artenreicher Gärten, Hecken, Wiesen, Felder und Wälder für heutige und nachfolgende Generationen. Haben eine ausgesprochene Naturhellsichtigkeit und leben ihre Bestimmung.

 

Großmütter gehen im Sommer  wie schon ihre Ahnen - zum dornigen Hag (Hecke) um neunerlei trockenes Holz oder Reisig zu sammeln.

Auch neunerlei Kräuter finden sie hier, mit denen sich würzen, heilen und zaubern lässt. Und wenn sie an ihrem Lieblingsplatz bei der Hecke ausruhen, dann kommt ihre Traumzeit und sie erfahren oftmals ein Geheimnis. Da sie als Großmutter oft und lange an der Hecke weilen werden sie als „Heckensitzerin“ (Hagezusse, liebevoll als Hexe) bezeichnet.

Sie bedanken sich mit einer kleinen Gabe, die sie am nächsten Morgen zur Hecke bringen. Vielleicht betupfen sie auch den Stein oder den Baum, wo sie die Visionen empfangen haben und räuchern mit würzigen Beifuß oder Wacholder.

Als Großmutter an der Hecke, sitzen sie an der Schwelle zwischen der Natur und der Kultur, zwischen der Welt der Wesen und jener der Menschen, zwischen den Ahnen und den Lebenden. Es ist das Wissen, die Einsicht und die geistige Reichweite, die mit den Jahren einziehen und daher auch den Part als Vermittlerin übernehmen lassen.

Großmütter genossen stets den Ruf Weise Frauen, Zauberkundige, Heilerin und Prophetin  zu sein. Sie trugen einen Zauberstab, sangen sich mit Zauberliedern in die Ekstase und weissagten. Sie kannten Worte und Runen, die in die Tiefe wirken.  Sie waren deshalb stets geachtet und hoch respektvoll behandelt. 

 

Großmütter wissen es ist ein Zeitalter der Reinigung.

Die Großmütter halten einander bei den Händen, um diesen Weg zu beleuchten.

Die Menschheit und die Erde werden von der angesammelten Negativität gereinigt, die die starke Orientierung an Technologie und Materialismus mit sich gebracht hat und die unsere Verbindung zur Geisterwelt und zur Natur zerstört hat. Die Natur ist die Quelle unserer Visionen und zeigt uns den Weg zur Wahrheit. Je mehr wir die Natur zerstören, desto weniger können wir in Gleichgewicht und Weisheit leben, und desto mehr Kriege, Krankheiten und Disharmonien entstehen.

Die Großmütter wissen, dass die Veränderungen der Erde eine Erweckung des spirituellen Bewusstseins der Menschen auslösen werden. Meist sind es die Zeiten der Krise, die uns Demut lehren, sodass wir intuitive Eindrücke und spirituelles Wissen erlangen. 

 

Großmütter verstehen Prophezeiungen.

Prophezeiungen sind Nachrichten aus der Geisterwelt, die oft als Antwort auf ein Gebet entstehen, das aus tiefster Seele kommt und dem Unterbewusstsein entspringt. Eine Vision zu erhalten ist eine mystische Erfahrung. Wird eine Vorsehung gewährt und beginnt sie sich zu entfalten, dann nur, weil eine höhere Intelligenz dies unterstützt.

Wie ein mächtiger und mitreißender Traum gibt auch eine Prophezeiung im Verlaufe der Zeit immer tiefere Bedeutungsebenen preis. Eine Vision fühlt sich realer an als die Wirklichkeit und lehrt uns Wahrheiten, die so tiefgehend sind, dass sie nicht in Worten beschreibbar sind. Die Kraft und die Stärke von Visionen und Prophezeiungen sind so stark, dass sie denjenigen, der sie empfängt, nicht mehr loslassen, bis sie erfüllt sind.

Die Zeit in der Geisterwelt verläuft nicht linear. Hier existiert alle Zeit auf einmal, sodass wir Ereignisse sehen können, die noch weit in der Zukunft liegen. Prophezeiungen entwickeln sich immer als Antwort auf die positive oder negative Richtung, die die Menschheit einschlägt. Die düsteren Prophezeiungen werden nur dann eintreten, wenn sich die Menschheit nicht verändert.

 

Großmütter lehren über die Notwendigkeit einer Beziehung zur Schöpfung und  sagen, dass die Menschen körperliche, geistige, emotionale und spirituelle Stärke brauchen um sich verändern zu können.

Die Prophezeiung der Großmütter besagt, dass wir alle wieder lernen, einander zu lieben. Wir bringen den Willen auf, bewusste Veränderungen in unserer Lebensweise und unseren Handlungen gegenüber der Schöpfung zu zeigen. Die Menschen, öffnen sich einer ganz neuen Bewusstseinsebene und suchen´wahre Verständigung mit der Erde und dem Schöpfer.

Großmütter bereiten die Menschheit auf den Geist des Weiblichen vor. Die Großmütter wissen, dass die Natur die Prophezeiung ist, und dass die Weisheit eingebettet in die Fäden der Schöpfung liegt. Die spirituelle Kraft der Erde und des Himmels lässt eine Weisheit frei, die bislang geschlafen hat, und erschafft Momente transpersoneller Lenkung.

In diese Zeit, sagen die Großmütter, nährt uns die Natur und das Universum mit einer neuen, reineren Energie, die uns hilft, diesen schwierigen Zeiten mit Anstand und Würde zu begegnen. 

 

Großmütter helfen uns zu wandeln

um diese Zeit der Dunkelheit und Verwirrung zu durchstehen. Aus dieser Sicht kann man die dunklen Zeiten als notwendig erachten, damit die Menschheit als Ganzes lernen kann, die Wahrheit unserer Verbundenheit und Einheit miteinander und mit der Schöpfung zu sehen.

Nur indem wir in der Dunkelheit voranschreiten und mit unserer alten Lebensweise brechen, können wir die Kurzsichtigkeit der Raupe ablegen und die Weitsicht des Schmetterlings erreichen – eine notwendige Weit-sicht, um die Schönheit und die Ressourcen unseres Planeten für die kommenden Generationen zu erhalten.

Wir treten aus dem Dunkel der Ignoranz heraus und nehmen die Schönheit des Schmetterlings an. Wir erkennen das Wunder, die Hoffnung, das Mitgefühl, den Glauben und die Nächstenliebe, die so nötig für unser Überleben ist.

Die Vergangenheit ist keine Last, sie ist ein Gerüst, das uns bis heute getragen hat. Dieses Verstehen macht uns frei. Wir erschaffen unser Leben aus unserer Vergangenheit und Gegenwart. Am schnellsten kann man geheilt werden, indem man voranschreitet und nicht, indem man viel Zeit und Energie damit verschwendet, mit der Vergangenheit zu hadern.

Wenn wir uns selbst heilen,
dann heilen wir auch unsere Ahnen und unsere Kinder.
Wenn wir uns selbst heilen, heilen wir auch Mutter Erde
und die nachfolgenden Generationen.”